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Lächelnd die eigene Welt verändern
Trauma, vegetatives Nervensystem, Taiji und Qigong
Von Ralf Rousseau
Als Reaktion auf bedrohliche Situationen stellt der Körper seinen Stoffwechsel auf Angriff/Flucht ein oder erstarrt. Hält eine solche Situation länger an oder wirkt sie traumatisierend, kann die Regulationsfähigkeit des Organismus überfordert sein, so dass er nicht wieder gänzlich in einen entspannten Zustand zurückfindet. Ralf Rousseau erläutert, dass durch eine Aktivierung des vorderen Vagusnervs etwa durch entspannte Bewegung und bewusste Selbstwahrnehmung solche Notfallprogramme »deaktiviert« werden können. Auf diese Weise können Qigong und Taijiquan nicht nur Dauerstress entgegenwirken, sondern auch die Langzeitfolgen erlebter Traumata mildern.

Zum Ursprung des Taijiquan
Von Christian Unverzagt
Es gibt verschiedene, sich teilweise widersprechende Theorien darüber, wie Taijiquan entstanden ist, die auch mit den unterschiedlichen Interessen der Stile und dem Wunsch nach ehrwürdigen Urahnen zusammenhängen. Christian Unverzagt beleuchtet die wesentlichen Thesen und Namen und kommt darüber zu der Frage, ab wann es sich überhaupt um Taijiquan im heutigen Sinn gehandelt hat. Im zweiten Teil seines Artikels wird er näher darauf eingehen, welche Aspekte das Taijiquan zu einer einzigartigen Kampfkunst gemacht haben.

Chan Mi Gong – Elementarer Zugang zum Leben
Von Zuzana Sebkova-Thaller
Chan Mi Gong ist eine im deutschsprachigen Raum schon lange verbreitete eigenständige Schule im Qigong, die sich jedoch in einigen Punkten wesentlich von anderen Qigong-Richtungen unterscheidet. Zuzana Sebkova-Thaller weist auf die Besonderheiten des Chan Mi Gong hin und beschreibt, wie es die Übenden durch die wellen- und spiralförmigen Bewegungen mit den Urformen unserer Existenz verbindet. In der nächsten Ausgabe wird sie den Aufbau des ganzen Systems vorstellen und sich den höheren Übungen widmen.

Taijiquan und seine therapeutisch-heilenden Wirkungen
Von Jan Silberstorff und Joachim Stuhlmacher
Die gesundheits- und entspannungsfördernde Wirkung des Taijiquan ist inzwischen allgemein anerkannt, allerdings nicht unbedingt leicht zu erklären. Anhand eines einzelnen Bewegungsbildes aus dem Chen-Stil Taijiquan erläutern Joachim Stuhlmacher und Jan Silberstorff verschiedene Aspekte eines intensiven und bewussten Taiji-Trainings, die aus Sicht der klassischen chinesischen Medizin nicht nur die Gesundheit stärken, sondern auch tiefgreifende Heilungsprozesse in Gang setzen und fördern können. Dazu gehören die Beruhigung des Geistes, die Stärkung der Beine, die Öffnung bestimmter Meridiane durch die Bewegungen der Arme und Schultern sowie die Aktivierung des Daimai.

Qigong in der betrieblichen Gesundheitsförderung
Von Awai Cheung
In Anbetracht der hohen Anforderungen in der Arbeitswelt und des Fachkräftemangels spielt die innerbetriebliche Gesundheitsförderung eine zunehmende Rolle. In diesem Bereich gibt es inzwischen auch Ansätze mit Qigong und Taijiquan. Awai Cheung arbeitet bereits seit langem in diesem Umfeld und hat als eigene Methode das sogenannte »Business Qigong« entwickelt. Er gibt einen Überblick über die Entwicklung der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und beschreibt, wie Qigong-Übungen zu Stress- und Ressourcenmanagement sowie einer ausgeprägten Resilienz beitragen und wie sie einen Platz im Berufsalltag finden können.

 

Rezensionen
Janine Bonk: Der Sonnenkreis
Axel Dreyer: Ein gutes Leben. Tai Chi von A – Z
Thomas Giese: Taiji Qigong Shibashi, 5. Satz
Andrea Schröder: Die Bedeutung der Fünf Elemente

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Zur Sprache gebracht: Work – Life – Balance
Kolumne von Dietlind Zimmermann

TQJ 4/2021
November 2021 – Januar 2022

Karim Gabriella Haberland auf dem Wu Wei Cup 2016, fotografiert von Matthias Raabe