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Leserbriefe
Klemens Speer: Taiji – Daoismus und Klimawandel. Stärken unsere Übungswege das globale ökologische Gleichgewicht?  >> ungekürzte Fassung
Jan Leminsky: Gemeinsam im Taijiquan.

 

Sensomotorische Körperarbeit im Taijiquan
Von Dr. Wilfried Schmidt
Bewegungseinschränkungen und Schmerzen werden häufig als normale Begleiterscheinungen des Älterwerdens angesehen. In der sensomotorischen Körperarbeit wird davon ausgegangen, dass diese häufig Folgen von unbewussten einschränkenden Bewegungsmustern sind, die durch bestimmte Techniken bewusst gemacht und aufgelöst werden können. Ähnlich wie im Taijiquan wird die Wahrnehmung der Vorgänge im eigenen Körper geschult und immer weiter verfeinert, so dass sich Kontraktionen auflösen können und Übende zu einer natürlichen Bewegungsweise zurückfinden.

Ethik, Meditation und politisches Engagement
Von Klaus Moegling
Wir leben in einer Zeit, in der grundlegende gesellschaftliche Veränderungen in Richtung einer friedvolleren und ökologischeren Welt für das Überleben der Menschheit notwendig erscheinen. Klaus Moegling führt aus, dass ein solches politisches Engagement mit einem persönlichen Reifungsprozess verbunden sein muss. Meditative Übungswege wie Qigong und Taijiquan können wesentlich zu den Bildungsprozessen beitragen, die eine Transformation auf individueller Ebene ermöglichen. Klare Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstheit öffnen den Raum, um eigene Persönlichkeitsstrukturen zu erkennen und Veränderungen leiblich zu verankern.

Störungen frühzeitig wahrnehmen und auflösen – Qigong in der Vorbeugung und Heilung von chronischen Krankheiten und Krebs, Teil 1
Von Zheng Buyin
Die gesundheitsfördernde Wirkung von Qigong wird bei uns zunehmend anerkannt, auch wenn oft nicht genau gesagt werden kann, wodurch sie zustande kommt. Zheng Buyin erläutert, wodurch nach Ansicht der chinesischen Medizin Krankheiten entstehen und wie insbesondere Standübungen dazu beitragen können, krankhafte Veränderungen im Inneren des Körpers frühzeitig wahrzunehmen und die ursächlichen Blockaden aufzulösen. In der nächsten Ausgabe geht er darauf ein, wie die »Reiterstellung« und das »Stehen wie ein Baum« optimal trainiert werden können.

Entdeckungsreise durch die Taiji-Form – Dingshi als ein Weg zum Erlernen von Taijiquan-Grundlagen 
Von Janudin Setiawan
Ein Charakteristikum des Taijiquan ist der kontinuierliche Bewegungsfluss. Im Laufe des Trainings kann es jedoch sinnvoll sein, in den verschiedenen Endpositionen der Bewegungsbilder zu verweilen, um der eigenen Haltung mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sie im Sinne der grundlegenden Taiji-Prinzipien zu verbessern. Diese Methode wird Dingshi genannt. Janudin Setiawan erläutert wesentliche Aspekte dieses Trainings auf der Grundlage der Zheng-Manqing-/Huang-Xingxian-Tradition.

氣 Qì – Ein Paradoxon Asiens in mehrperspektivisch-kritischer Betrachtung (Teil 2)
Von Peter Kuhn
Im Qigong und im Taijiquan beziehen wir uns auf Qi, ohne vielleicht genau erläutern zu können, was wir damit meinen. Im ersten Teil seines Artikels hat Peter Kuhn dieses Phänomen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und geläufige Übersetzungen wie Energie oder Lebenskraft hinterfragt. Im zweiten Teil geht er darauf ein, wie der Begriff in der Kampfkunst und besonders im Taijiquan verwendet wird, und interpretiert Qi als Versuch, beobachtete Vorgänge durch Benennung verstehbar zu machen.

Im Winter zu den Wurzeln finden
Von Katrin Blumenberg
Im Winter sollten wir zur Ruhe kommen und unsere Kräfte nach innen richten, so wie es uns die Natur vormacht. Katrin Blumenberg zeigt im dritten Teil ihrer Reihe, in der sie einen psychosomatischen Blick auf die Organfunktionskreise richtet, wie uns das Sammeln und Sinkenlassen unserer Kraft von innen her stärkt und uns auch die Gelegenheit bietet, uns tiefen, in den Nieren gespeicherten Ängsten zu stellen. Statt in eine Winterstarre zu fallen, können wir im Qigong in Bewegung bleiben und gleichzeitig Ruhe erfahren. Wir können unseren Wurzeln nachspüren und neue wachsen lassen.

 

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Rezensionen

Kunst: Brigitte Weihmüller, Glaskünstlerin, Fotografin, Malerin

Zur Sprache gebracht: Schweigen
Kolumne von Dietlind Zimmermann

TQJ

November 2019 – Januar 2020

Zwei Videos zum Heft:
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Titelfoto aufgenommen von Loni Liebermann bei der Sommerakademie 2012 in Alterode, www.euregio-im-bild.de