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氣 Qì – Ein Paradoxon Asiens in mehrperspektivisch-kritischer Betrachtung (Teil 1)
Von Peter Kuhn
Im Qigong und im Taijiquan beziehen wir uns auf Qi, ohne vielleicht genau erläutern zu können, was wir damit meinen. Peter Kuhn hat versucht, diesem Phänomen aus verschiedenen Perspektiven auf den Grund zu gehen, und ist dabei zu dem Schluss gekommen, dass gängige Übersetzungen wie Lebenskraft oder Energie zumindest irreführend, wenn nicht gar falsch sind. Er plädiert für einen kritischen und aufgeklärten Umgang mit diesem Begriff. In der nächsten Ausgabe wird er seine Betrachtungen im engeren Zusammenhang von Kampfkunst und Taijiquan im Besonderen weiterführen.

Das Dao des Taijiquan erkennen
Von Su Huaxiang
Das Taijiquan ist geprägt von einer tiefen Durchdringung von Theorie und Praxis. Su Huaxiang erläutert, wie sich durch gewissenhaftes Trainieren im Sinne der Prinzipien zusammen mit den körperlichen Fertigkeiten auch die Persönlichkeit entwickelt, äußeres und inneres Gleichgewicht, Zentriertheit und innere Stille den Taiji-Weg zu Natürlichkeit und tiefer Erkenntnis bahnen. Die Harmonisierung des gesamten Organismus dient gleichermaßen der Lebenspflege und der Kampfkunst.

Aufblühen statt ausbrennen – Burnout vorbeugen und behandeln aus Sicht der TCM
Von Angela Cooper
Das Burnout-Syndrom hat sich in der jüngeren Zeit zu einem weit verbreiteten Phänomen entwickelt. Da seine Entstehung eng mit dem Zusammenspiel zwischen äußeren Anforderungen und inneren Ressourcen verbunden ist, können Methoden wie Qigong, die die persönliche Resilienz fördern, sowohl prophylaktisch als auch lindernd wirken. Angela Cooper hat ein Modell mit sieben Phasen zur Entwicklung des Burnouts entworfen, das von einer anfänglichen Yin-Schwäche dem Zerstörungszyklus der fünf Wandlungsphasen folgt und in einer Yang-Schwäche endet. In jeder Phase können geeignete Maßnahmen auf Basis der TCM dazu beitragen, den Organismus wieder in ein Gleichgewicht zu bringen.

»What you work for, is what you‘re gonna get« – Erfahrungen mit dem intensiven Training der Yang Shouzhong Tradition
Von Markus Maria Wagner
Im Taijiquan der Tradition von Yang Shouzhong (Yang Sau Chung) spielt die Entwicklung der inneren Kraft »Peng Jin« die zentrale Rolle. Das Training, das zur Entwicklung dieser Fähigkeit absolviert wird, unterscheidet sich von den meisten verbreiteten Arten, Taijiquan zu üben, in wesentlichen Punkten. Besonders das »Energie-anschlagende Tuishou« repräsentiert eine traditionelle Übungsmethode, die in heutigen Taiji-Kreisen nur von sehr wenigen praktiziert wird. Markus Maria Wagner berichtet über seine Erfahrungen mit dem Training bei Gim Hyo-Won, einem engen Schüler von Chu Ginsoon und damit Enkelschüler von Yang Shouzhong, das in seiner Intensität eine besondere Herausforderung und gleichzeitig sehr effektiv ist.

Traurigkeit und Melancholie des Herbstes
Von Katrin Blumenberg
Das Ende des Sommers, der Übergang zur kälteren Jahreshälfte, ist häufig von einer gewissen Traurigkeit oder Melancholie begleitet, wir würden Licht und Wärme gerne noch etwas länger festhalten. Für Katrin Blumenberg haben diese Gefühle genauso ihre Berechtigung wie andere, die uns vielleicht angenehmer sind. Im zweiten Teil ihrer Reihe, in der sie einen psycho-somatischen Blick auf die Organfunktionskreise richtet, steht die Lunge im Mittelpunkt mit der ihr zugeordneten Traurigkeit. Über das beständige Ein- und Ausatmen verbindet sie uns mit dem Wechsel von Zulassen und Loslassen. Traurigkeit und auch Trauer gehören genauso zum Kreislauf des Lebens wie der Herbst. Durch Qigong-Übungen können wir ihnen Raum geben, sie wertschätzend wahrnehmen und integrieren.

 

EVENTS

Fachtagung »Taijiquan und Qigong im Wandel – Lebenspflege 5.0« 
14. bis 16. Mai 2019 im Kloster Niddatal bei Frankfurt/M. (D)
Von Dietlind Zimmermann
Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens lud das Netzwerk Taijiquan & Qigong Deutschland e. V., das sich seit 2016 »Bundesvereinigung Taijiquan und Qigong Deutschland e. V. – Das Netzwerk« nennt, zu einer Fachtagung. Angesichts der großen Wandlungsprozesse in der Gesellschaft sollte mit Vorträgen und Workshops der Frage nachgegangen werden, inwieweit unsere Künste sich im Wandel der Gesellschaft mit verändert haben. Oder wie sie sich selbst wandeln sollten, damit sie einen sinnvollen Beitrag zur Entwicklung unserer Gesellschaft leisten können. Dietlind Zimmermann, die als Vortragende eingeladen war, erlebte ein harmonisches und fachlich anregendes Wochenende mit 75 Teilnehmenden aus ganz Deutschland.

International Tai Chi Chuan Symposium »Health, Education and Cultural Exchange«
25. bis 29 Mai 2019 in Selvino (I)
Von Almut Schmitz
Zum dritten Mal veranstaltete die International Yang Family Tai Chi Chuan Association unter der Leitung von Yang Jun ein internationales Symposium, das nicht nur Praxis und wissenschaftliche Forschung im Bereich des Taijiquan vereinte, sondern als große Besonderheit auch die sechs bekanntesten Familienstile – jeweils repräsentiert durch einen führenden Großmeister. Nach Nashville 2009 und Louisville 2014 war Selvino nördlich von Mailand der erste europäische Austragungsort, zu dem Teilnehmende aus 22 Ländern rund um den Globus anreisten. Almut Schmitz nahm die Gelegenheit wahr, die verschiedenen Stile in kompakter Form kennenzulernen.
>> Artikel (Langfassung)

 

Branchenbuch

Kurskalender

Rezensionen

Kunst: Yonghui Deistler-Yi – Chinesische Malerei und Kalligraphie

Zur Sprache gebracht: Verbindlichkeiten
Kolumne von Dietlind Zimmermann

TQJ 3/2019

August – Oktober 2019

 

 

Das Video zum Heft:
Herbst
von Katrin Blumenberg

Autorin
Katrin Blumenberg

Autor
Su Huaxiang

Autorin
Angela Cooper

Autor
Dr. Peter Kuhn

Autor
Markus Maria Wagner

Titelfoto aufgenommen von Loni Liebermann bei der Sommerakademie in Alterode 2017, www.euregio-im-bild.de