TQJ 2/2005

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Kolumne: Der Park. Von Hans-Peter Sibler

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Einfühlen in den Fluss der Bewegungen: Zhaobao Taijiquan
Von Christian Spruner von Mertz
Zhaobao Taijiquan ist ein hierzulande noch wenig bekannter Taiji-Stil. Seine Entwicklungsgeschichte ist umstritten, reicht jedoch mindestens bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Obwohl es Parallelen zum Chen-Stil und überwiegend dieselben Grundprinzipien wie andere Taijiquan-Stile aufweist, hat es doch einen sehr eigenen Charakter. Christian Spruner von Mertz beschreibt es als besonders fließend in den Bewegungen, fast spielerisch im Variieren der Figuren und sehr effektiv in seinen Anwendungsmöglichkeiten. In seiner Darstellung des Zhaobao Taijiquan werden aber auch die gemeinsamen Grundlagen aller Stile deutlich.
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Eins werden mit sich und der Musik – Qigong mit Musikern
Von Frank Hartmann
Auch wenn Qigong in erster Linie einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt, kann es doch in bestimmten Fällen Sinn machen, zunächst bei bestimmten Symptomen oder spezifischen Problemen anzusetzen. Einen derartigen Fall stellen MusikerInnen dar, die durch ihre Tätigkeit speziellen Belastungen ausgesetzt sind. Starker psychischer und physischer Stress, asymmetrische Körperhaltungen und daraus resultierende Verspannungen sind typisch für ihre Situation. Frank Hartmann, der in sich die Erfahrungen eines Musikers und Musiklehrers und die eines Qigong-Lehrers vereint, hat ein Konzept entwickelt, um mit Qigong hier einen Ausgleich anzubieten. Er geht dabei vor allem auf vier Bereiche ein: Atem und musikalische Gestaltung, Stressprävention, muskuläre Spannungen und Spieltechnik sowie physische Belastungen durch die Spielhaltung. Der stete Wandel von Yin und Yang und eine Annäherung an Wuwei bilden den Kern seiner Arbeit.

Dein Widerstand zeigt mir den Weg – Grundlagen des Power-Response-Trainings®
Von Dieter Mayer
Im Partnertraining des Taijiquan gibt es viele ausgesprochen unterschiedliche Ansätze. Aus seinen Erfahrungen auch mit anderen Kampfkünsten hat Dieter Mayer das Power-Response-Training entwickelt, bei dem gezielter Widerstand eingesetzt wird, um Bewegungsweisen zu optimieren. Die Übenden bekommen ein deutliches Gefühl für Koordinationsschwächen und Fehlhaltungen und können selbst bessere Bewegungsabläufe herausfinden. Damit ist das Power-Response-Training nicht nur in Bezug auf Anwendungen in der Selbstverteidigung interessant, sondern kann für das Bewegungsverhalten in allen Bereichen genutzt werden.

Ein Gleichgewicht dreidimensionaler Spiralen
Die Sichtweise der Spiraldynamik® am Beispiel des Fußes
Von Danièle-Claude Martin
In Qigong und Taijiquan haben wir es vorwiegend mit kreis- und spiralförmigen Bewegungen zu tun. Wie diese auch aus der Anatomie des menschlichen Körpers bedingt und zu seinem optimalen Funktionieren notwendig sind, macht die Spiraldynamik® anschaulich. Danièle-Claude Martin erläutert deren Ansatz und zeigt am Beispiel des Fußes, wie die unterschiedlichen Spiralkräfte im Fuß und in der Verbindung zwischen Fuß und Bein auf die Haltung und die »Verwurzelung« wirken.
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Ein kosmisches Gravitationsfeld voller Wahrscheinlichkeiten
Qigong vor dem Hintergrund der Quantenphysik (Teil 2)
Von Alexandra Tschom
Die Erkenntnisse der modernen Physik stellen durch ihre Nähe zum Wissensschatz der asiatischen Kulturen eine interessante Verbindung zwischen östlicher und westlicher Wissenschaft her. Nachdem Alexandra Tschom im ersten Teil ihres Artikels in wesentliche neue Erkenntnisse, die sich aus der Quantenphysik ergeben haben, eingeführt hat, erläutert sie im zweiten Teil den Prozess des Qigong-Übens aus holistischer Perspektive. Dabei interpretiert sie das Qi als Ebene, auf der implizites Mehrwissen gespeichert ist, das durch die Arbeit mit dem Qi ins Bewusstsein dringen kann.

Lehren will gelernt sein – Anregungen zur Selbstreflexion für Qigong- und Taijiquan-Lehrende
Von Angela Menzel
Fachliche Kompetenz ist nicht unbedingt ausreichend, um Qigong oder Taijiquan erfolgreich unterrichten zu können. Der Umgang mit den einzelnen TeilnehmerInnen und der gesamten Gruppe ist ein Thema für sich und setzt soziale Kompetenz voraus. Angela Menzel, die sich diesem Bereich besonders widmet und dabei auch Erfahrungen aus der Theaterarbeit einfließen lässt, geht auf fünf wesentliche Punkte ein: die Gestaltung von ersten Stunden, die Entstehung einer harmonischen Gruppe, Selbstwahrnehmung, Stimme und Sprache sowie die Notwendigkeit, durch eigene Weiterbildung ein »Ausbrennen« zu verhindern. Sie empfiehlt, sich auch in der Rolle der oder des Unterrichtenden fortzubilden, da derartige Seminare die Gelegenheit bieten, das eigene Verhalten zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

 

EVENTS

China-Camp
30.11. – 15.12. 2004 in Shanghai und Souzhou
Von Dr. Ulrich Hückel

 

Rezensionen

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Kurskalender

 

 

TQJ 2/2005
Mai – Juli 2005

Xun

Die Wurzel, Xun: Nährender Boden, Grundlage, auf der die Dinge stehen, Fundament, Stütze. – Ideogramm: Grundlage, auf der Dinge angeordnet sind. Die untere offene Linie des Trigramms »Die Wurzel« stellt das sanfte Eindringen von Yin dar.
Von den Farben ist dem Trigramm »Die Wurzel« Zinnoberrot zugeordnet, die Farbe des Glücks. In der Familie der Trigramme steht es für die erstgeborene Tochter.
Eines seiner Symbole ist Holz/Baum, Mu: Alle verholzten Pflanzen sowie Gegenstände aus Holz.
Das andere Symbol ist Wind, Feng: Bewegte Luft, Brise, Windstoß; Wetter und sein Einfluss auf die Stimmungslage; sanft durchdringen und beeinflussen.
Sein Vorgang ist Hineingehen, Ru: Eintreten, fortschreiten, durchdringen; Nährstoffe dringen durch die Wurzel in die Pflanze, die Wurzel dringt in den Boden ein.

Quelle: Rudolf Ritsema/Hansjakob Schneider (Hrsg.): »Eranos Yi Jing (I Ging). Das Buch der Wandlungen«, O. W. Barth 2000