> Aktuell
 

   TQJ-Archiv

   bis 2/2006

   >> weiter

 

Die Fachzeitschrift für alle Taijiquan- und Qigong-Praktizierenden

 

 

Anzeigen


Aktuell

Team-Taiji-Deutschland gegründet
Um einen gemeinsamen Auftritt deutscher Taiji-Turnier-Interessierter auf internationaler Ebene mit gehobener Qualität zu erreichen, haben die Wu Wei Schule für Tai Chi & Qi Gong von Jan Leminsky und die World Chen Taijiquan Association Germany (WCTAG) von Jan Silberstorff das Team-Taiji-Deutschland gegründet.
Ziel dieses neuen Turnierteams ist es, Interessierten aus dem Taijiquan einen professio-nellen Zugang zu der sportlichen Seite des Taijiquan zu ermöglichen. Sponsorings und finanzielle Unterstützungen wie auch die Nachwuchsförderung sind weitere Ziele des Teams. Das Team ist offen für alle interessierten TeilnehmerInnen.
Den ersten Auftritt hatte das Team-Taiji-Deutschland am 6. November 2016 beim Festival der Stichting Taijiquan Nederland in Amsterdam. Zwölf StarterInnen aus drei Schulen holten fünf erste, fünf zweite und drei dritte Plätze. Am Tag zuvor fand unter der Leitung von Herbert Arndt das erste Sichtungsseminar mit Wettkampftraining für Tuishou statt. In 2017 ist die Teilnahme an weiteren Turnieren geplant, unter anderem in England und wieder in den Niederlanden.
Das Team sucht neben Sponsoren und Unterstützern weitere Mitglieder zur Verstärkung. Dazu sind 2017 mindestens drei Sichtungstermine geplant: 24. März in Koblenz, 7. Mai in Hamburg und im August in Dortmund.

Info: Team-Taiji-Deutschland
www.team-taiji.de

…………………………………………………………………………………

Ma Jiangbao gestorben
»Nein, nein. Meister will ich nicht genannt werden. Vielleicht Lehrer Ma, aber am besten einfach Ma.« So haben seine Schüler ihn gekannt – einen warmherzigen Menschen, der seine Familientradition im persönlichen Kontakt weitergeben wollte. Ma Jiangbao, Enkel von Wu Jianquan und Sohn von Wu Yinghua und Ma Yueliang, ist 1986 von Shanghai nach Düsseldorf gekommen, um in Europa den Wu-Stil zu verbreiten. 1988 zog er nach Rotterdam, von wo aus er erfolgreich seine Lehrtätigkeit organisierte. Er war der offizielle Europa-Repräsentant der Jianquan Taijiquan Associa-tion (Shanghai), der ursprünglichen Organisation von Wu Jianquan, die heute sein älterer Bruder, Ma Hailong, leitet. Inzwischen findet man den Wu-Stil seiner Prägung in vielen Ländern Europas sowie in Südafrika.
Ma Jiangbaos Liebe zum Taijiquan erstreckte sich über das ganze Curriculum des Wu-Stils: Neigong, langsame Form, schnelle Form, Säbelform, Lanzenform, Schwertform, Pushhands ... Eine jede Form, eine jede Übung hatte für ihn ihren Platz und ihre Berechtigung. Nichts war vorzuziehen – nichts zu vernachlässigen. Das Taijiquan sollte in seiner Vielfältigkeit immer als Ganzes gesehen werden und dabei hatte auch die Theorie ihren Platz.
Am meisten fasziniert waren Zuschauer aber immer von seinen Pushhands-Vorführungen. Die Leichtigkeit und Eleganz seiner Bewegungen haben jeden in ihren Bann geschlagen. Am 12. Oktober dieses Jahres ist Ma Jiangbao im Alter von 74 Jahren verstorben. Seine Schüler werden ihn sehr vermissen und alle hoffen auf die Kraft, sein Erbe würdig weiterzutragen. Unsere Gedanken gelten seiner Familie und seinen engsten Freunden.
(Martin Bödicker)

…………………………………………………………………………………

Das Taijiquan & Qigong Journal trauert um Ronnie Robinson. Am Morgen des 11. März ist er friedlich eingeschlafen. Der Krebs war zu stark.
Mit seinem Tod verliert die europäische Qigong- und Taiji-Gemeinde ihren aktivsten Netzwerker. Es gab keinen, der mehr und regelmäßiger durch Europa reiste und die Qigong- und Taiji-Übenden miteinander verband. Er veranstaltete das alljährliche Tai Chi Caledonia, das sich zu einem der bedeutesten Taiji- und Qigong-Treffen in Europa entwickelte, und gab in Großbritannien die Zeitschrift Tai Chi Chuan & Oriental Arts heraus, mit der wir in freundschaftlichem Kontakt stehen.
Wir danken ihm für viele Artikel, Interviews, Fotos, Anregungen, seine Hilfsbereitschaft, sein Wissen – für seine Existenz.

Requiescat in pace, Ronnie

…………………………………………………………………………………

Studiengang Gesundheitsförderung und Prävention

Die Hochschule Neubrandenburg (D) bietet einen neuen Masterstudiengang »Gesundheitsförderung und Prävention – Mind body health promotion and prevention east west« an. Den Studierenden sollen fachspezifisches und fachübergreifendes Wissen sowie fachliche, methodische und generische Kompetenzen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention vermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf individueller Verhaltens-prävention, Stress- und Selbstmanagement sowie gesundem Bewegungsverhalten. Neu an diesem Studiengang ist die Kombination von Präventionsstrategien aus den Gesundheitswissenschaften des Westens und aus der TCM. Dafür gibt es eine Zusammenarbeit mit der International Health Qigong Federation und chinesischen Partneruniversitäten.
Der Studiengang ist als berufsbegleitendes Studium mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern konzipiert und besteht aus Präsenz- und Fernstudienphasen, die ein orts- und zeitunabhängiges Lernen ermöglichen. Es ist gebührenfinanziert und beginnt erstmals im Wintersemester 2016. Die AbsolventInnen sollen befähigt werden, in Einrichtungen der Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation oder selbstständig als DozentIn oder SeminarleiterIn zu arbeiten.

----------

Weiterbildungsdiplom für den Kontaktstudiengang Qigong

Die AbsolventInnen des Kontaktstudiengangs Qigong an der Universität Oldenburg (D), Leitung Prof. Dr. Wilfried Belschner und Dr. Johann Bölts, können von nun an das »Diploma of Advanced Studies« erhalten, was eine erhöhte Anerkennung für das Qigong im Weiterbildungskontext bedeutet. Dieses Zertifikat, nicht zu verwechseln mit dem akademischen Titel »Diplom«, ergibt sich aus einer Neustrukturierung der Weiterbildungsangebote an deutschen Universitäten. Zum Zweck einer besseren Vergleichbarkeit werden in universitären Weiterbildungen sogenannte »Kreditpunkte« nach dem European Credit Transfer System (ects) vergeben. Erfolgreich abgeschlossene Weiterbildungen mit mehr als 30 Kreditpunkten enden mit dem Diploma of Advanced Studies.
Der jetzt im Mai beginnende Kontaktstudiengang an der Universität Oldenburg ist bereits ausgebucht. Ob im nächsten Jahr ein weiterer angeboten wird, ist noch nicht entschieden.

Info:
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
PTCH Projekt Traditionelle Chinesische
Heilmethoden und Heilkonzepte
Ammerländer Heerstr. 136
D-26129 Oldenburg
Fon 0441/ 798 47 03
ptch@uni-oldenburg.de
www.ptch.uni-oldenburg.de

----------

Info:
Hochschule Neubrandenburg
Alexandra Neumann
Fon 0395/ 56 93-32 06
aneumann@hs-nb.de
www.hs-nb.de

Neue Mitgliedschaften im Deutschen Dachverband

Der Deutsche Dachverband für Qigong und Taijiquan (DDQT) hat Ende November auf seiner Mitgliederversammlung beschlossen, neue Mitgliedschaften einzuführen. Die wesentlichen Neuerungen sind:

1. Lehrende mit einer Qualifikation als KursleiterInnen oder LehrerInnen können nun direkt Mitglied im DDQT werden. Sie müssen entweder schon das Gütesiegel des DDQT erworben haben oder mit dem Aufnahmeantrag die entsprechende Qualifikation (nach den Ausbildungsleitlinien des DDQT) dokumentieren. Eine solche Mitgliedschaft kostet pro Jahr 75 Euro inklusive Gütesiegel.
Bisher wurden als Einzelpersonen nur AusbilderInnen aufgenommen, deren Jahresgebühr beträgt 100 Euro.

2. Die Mitgliedschaft für Organisationen wird jetzt wie folgt unterteilt:
a) Organisationen (Schulen, Institute, Vereine, Verbände, Bildungsträger etc.), die in erster Linie Ausbildungen in Qigong oder Taijiquan anbieten (sogenannte »direkte Ausbildungsanbieter«).
b) Organisationen, deren Angestellte oder Mitglieder unter anderem auch Qigong- und Taiji-Ausbildungen anbieten (sogenannte »indirekte Ausbildungsanbieter«)
c) Organisationen, die Personal beschäftigen, um Qigong- oder Taiji-Kurse anzubieten.
Der Jahresbeitrag beträgt 250 Euro, wenn nur Qigong oder Taijiquan angeboten werden, bei beiden Künsten erhöht sich der Beitrag auf 300 Euro. Gleiches gilt, wenn mehr als zwei Ausbildungsgänge gleichzeitig angeboten werden.

Weitere Informationen und die Mitgliedsanträge gibt es beim DDQT und auf dessen Website.

Info:
Deutscher Dachverband für Qigong und Taijiquan
Am Leinekanal 4
D-37073 Göttingen
Fon 0551/ 38 90 71 91
info@ddqt.de
www.ddqt.de

----------

Gesellschaft für Shibashi gegründet

Am 29. September 2015 wurde in Baden-Baden (D) die Taiji Qigong Shibashi Association Germany (TQSG) gegründet. Prof. Lin Housheng, der das Taiji Qigong Shibashi, auch bekannt als 18 Bewegungen Taiji-Qigong (oder ähnlich), entwickelt hat, war zum ersten Mal nach Deutschland eingeladen, um das dritte Set seines Systems zu unterrichten. Im Anschluss an den Workshop gründete er zusammen mit seiner Tochter Lin Ping, die ihn begleitete und übersetzte, und seinen Gastgebern Matthias Wagner und Claudia-Maria Winkler die TQSG.
Die TQSG hat sich zur Aufgabe gestellt, das Taiji Qigong Shibashi in der Art und Weise zu verbreiten, wie es Prof. Lin Housheng entwickelt hat. Die 18 Bewegungen Taiji Qigong haben sich seit rund 25 Jahren in Europa weit verbreitet und im Zuge dessen sind zahlreiche Variationen entstanden, die sich zum Teil erheblich vom Original unterscheiden. Die TQSG möchte dieser Tendenz entgegenwirken. Deswegen bietet sie neben Seminaren zu den einzelnen Sets auch eine Lehrerausbildung an.
Claudia-Maria Winkler und Matthias Wagner haben ihre Lehrerausbildung für Qigong und Taijiquan am Centre Qigong in Karlsruhe gemacht und bei Wing Cheung, John Ding, Jan Silberstorff und Prof. Lin Housheng weitergelernt.

Infos:
Taiji Qigong Shibashi Association Germany
Claudia-Maria Winkler und Matthias Wagner
Im Kirchwinkel 10
D-76534 Baden-Baden
matthias.wagner@qigong-baden-baden.de
www.shibashi.institute

----------

Freundeskreis Qigong und Taijiquan gegründet

Eine neue Gemeinschaft von FreundInnen des Qigong und Taijiquan ist in der Gründungsphase. Der Initiator Wilhelm Mertens, ehemahliger Ehrenvorsitzender des Taijiquan & Qigong Netzwerkes, wünscht sich eine Gemeinschaft, die frei von Kommerz und wirtschaftlichen Interessen ist. Sie soll getragen werden durch die Liebe und Leidenschaft zu den Künsten im Interesse der persönlichen Entwicklung.
Eine organisatorische Struktur wie zum Beispiel ein Verein mit Vorstand und Ämtern ist nicht vorgesehen. Stattdessen wird sich der Freundeskreis über das Internet organisieren, Interessierte können sich auf der Website anmelden und mitgestalten. Wichtig dabei soll sein, dass man nicht nur etwas haben, sondern der Gemeinschaft etwas geben möchte. Ähnlich wie bei Wikipedia sollen die Mitglieder ihr Wissen einbringen und so gemeinsam zu neuen Erkenntnissen kommen.
Wilhelm Mertens schlägt vier Bereiche vor, in denen der Freundeskreis aktiv werden kann: 1. Informationen, Wissen und Kenntnisse; 2. Betrachtungen, Einschätzungen und Beurteilungen; 3. Projekte (Suche nach Mitstreitern und Ressourcen) und 4. Angebote zur unbezahlten Unterstützung.

www.freundeskreis-taijiquan-qigong.de