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Die Fachzeitschrift für alle Taijiquan- und Qigong-Praktizierenden


Zusammenfassungen Aktuelle Ausgabe 52 – 2/2013
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»Ausbildungsstandards im Qigong und ihre Weiterentwicklung«
TQJ-Gespräch und öffentliche Podiumsdiskussion
Am 1. März 2013 hatte das TQJ zu einer öffentlichen Expertenrunde über Ausbildungsstandards im Qigong eingeladen. Unter der Moderation von Dietlind Zimmermann und Helmut Oberlack sprachen VertreterInnen von großen Fachverbänden, der DAK Prüfkommission sowie des Deutschen Turnerbundes und der Volkshochschulen darüber, welche Anforderungen sie an Kursleitende stellen und an diejenigen, die diese ausbilden. Dabei zeigten sich viele Gemeinsamkeiten, aber auch Punkte, die unterschiedlich bewertet wurden und weiterer Klärung bedürfen. Dazu gehören insbesondere Art und Umfang der methodisch-didaktischen Schulung. Die Forderung von Johann Bölts nach akademischen Abschlüssen der Ausbildenden wurde von den anderen nicht geteilt. Offen blieb auch die Frage, wie die inneren
Qualitäten im Qigong in eine Bewertung eingehen könnten und ob dies wünschenswert sei.

 

Qigong für Meditierende
Energiekultivierung zur Vertiefung der Praxis
Von Teja Bell

Während Qigong in sich eine eigenständige meditative Praxis sein kann, kommt es außerdem auch Menschen zugute, die eine weniger körperbetonte Meditationspraxis pflegen, und kann sie mit der energetischen Ebene ihres Seins verbinden. Teja Bell, der über jahrzehntelange Erfahrung in inneren Kampfkünsten, Zen-Meditation und Qigong verfügt, stellt vier in der Ausführung einfache und gleichzeitig intensive Übungen vor, die in die Energiekultivierung einführen, die Qi-Zirkulation im Körper fördern und
bewusst machen sowie insbesondere die Wirbelsäule entlasten. Sie sind nicht nur als Ausgleich und Unterstützung zu langer Sitzmeditation sinnvoll, sondern können auch für andere die Verbindung von Körper, Atmung, Qi und Bewusstsein öffnen und eine Qualität von »Gewahrsein der Gegenwart«
entwickeln.

Qigong für Meditierende im Video:

 


 

Wie lässt sich Taijiquan bewerten?
Vergleich von Taiji-Regelwerken im Formenbereich und im Zweikampf
Von Jan Leminsky
Auch wenn Turniere im Taijiquan in Europa nach wie vor umstritten sind, gehören sie zum Gesamtspektrum dazu und finden allmählich mehr Zulauf. Ihr Erfolg hängt stark von nachvollziehbaren Regeln und deren Anwendung ab. Jan Leminsky, der selbst Turniere organisiert, erläutert die in Deutschland üblichen Regularien im Vergleich mit den in der VR China angewandten sowohl für Formdarbietungen als auch für Tuishou-Wettkämpfe mit und ohne Schritten.

 

Unsere kämpferischen Wurzeln geben uns Kraft
Der positive Umgang mit Aggressionen im Qigong und im Taijiquan
Von Dieter Mayer

Gemeinhin gelten Qigong und Taijiquan als sanfte Bewegungskünste,
doch zu einer Ganzheit gehört auch das Holzelement. Aggressionen, Wut und Kampfgeist gehören zum Leben dazu und es macht Sinn, sie in lebensfördernde Bahnen zu lenken. Dieter Mayer plädiert dafür, dem Kämpfen Raum zu geben und bewusst mit Aggressionen umzugehen – das gilt gleichermaßen für diejenigen, denen es schwer fällt, sie zu bändigen, als auch für aggressionsgehemmte Menschen, die dazu neigen, sich schon von vornherein zurückzunehmen.

 

Zum Ursprung des Taijiquan in der Kriegskunst
Teil 3: Mit Säbel und Schwert auf dem Taiji-Weg – Kampfprinzipien und Trainingsmethoden
Von Jan Harloff-Puhr

Nachdem Jan Harloff-Puhr im vorhergehenden Teil dieser Artikelserie auf die geschichtliche Entwicklung und die kulturelle Bedeutung von Schwert und Säbel eingegangen ist, beschreibt er nun die Prinzipien für das Training und den Kampf mit diesen klassischen Klingenwaffen. Der Weg führt dabei von Grundübungen zu Soloformen und festgelegten Partnerroutinen bis hin zu freiem Sparring, für das es geeignete Waffen mit geringem Verletzungsrisiko gibt.


NEU: Kolumne von Dietlind Zimmermann
Zur sprache gebracht

Zweck-los aber nicht sinn-los