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Die Fachzeitschrift für alle Taijiquan- und Qigong-Praktizierenden


Zusammenfassungen Aktuelle Ausgabe 63 – 1/2016
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In der Mitte verweilen und tätiges Mitgefühl üben
Ein Taijiquan- und Qigong-Seminar am Rande des Flüchtlingsstroms
Von Dietlind Zimmermann

Wir alle sind mehr oder weniger direkt mit dem Eintreffen der vielen Flüchtlinge in Europa konfrontiert. Dietlind Zimmermann nahm eine Seminarreise nach Lesbos, wo zu der Zeit täglich Tausende Flüchtlinge ankamen, zum Anlass, die Thematik im Seminar, das sie zusammen mit Isolde Schwarz leitete, aufzugreifen. Es ergab sich die Frage, wie Praxis und Philosophie von Taijiquan und Qigong uns unterstützen können, mit einer Herausforderung umzugehen, die gleichzeitig Mitgefühl einfordert und Ängste weckt. Sie beschreibt die daraus entstandene Meditation zur Öffnung des Herzraumes und zur Entwicklung von tätigem Mitgefühl sowie grundlegende Aspekte, die uns helfen, ein ruhiges Herz sowie äußere und innere Stabilität zu erlangen.

Fünf Harmonien Qigong
Die fünf Wandlungsphasen als Qigong-Übung
Von Franziska Rüscher

Die fünf Wandlungsphasen sind neben Yin und Yang das zweite wesentliche Zuordnungssystem der chinesischen Philosophie und unserer Bewegungskünste. Verschiedene Qigong-Reihen haben einen direkten Bezug zu ihnen, besonders deutlich das »Fünf Harmonien Qigong«, auch bekannt als »Kleine Harmonie« oder »Fünf Elemente Übung«. Franziska Rüscher erläutert den theoretischen Hintergrund und den Übungsablauf dieser einfachen Bewegungsfolge, die einen leibhaftigen Zugang zur Qualität der Wandlungsphasen bietet.

 

Wenn doch mal was passiert …
Haftpflichtrisiken für Qigong- und Taijiquan-Lehrer
Von Lothar Eberhardt

In der Regel gelten Qigong und Taijiquan als sanfte, gesundheitsfördernde Bewegungskünste, bei denen kaum ein Verletzungsrisiko besteht. Dabei wird gerne übersehen, dass es zum Beispiel auch durch Ohnmachten infolge von längerem Stehen oder ähnliche Vorfälle durchaus zu schwerwiegenderen Verletzungen kommen kann. Rechtsanwalt Lothar Eberhardt erläutert anhand von Beispielen, welche Risiken Unterrichtende bedenken sollten und inwieweit sie gegebenenfalls verantwortlich gemacht werden können.

Kaiserin, Kanzler und Minister
– das Organnetzwerk der Körperlandschaft und seine Funktionen in Bezug zu
Qigong und Taijiquan
Teil 4: Dünndarm und Dickdarm
Von Joachim Stuhlmacher

Im vierten Teil seiner Serie zu den Organfunktionskreisen auf der Basis Han-zeitlicher Quellen erläutert Joachim Stuhlmacher zunächst die Zuordnung der Organe zu den Ebenen Erde, Himmel und Mensch, die sich aus ihren jeweils vorrangigen Funktionen ergeben. Anschließend geht er genauer ein auf den Dünndarm, der als Partner des Herzen dessen »ausführendes Organ« und zuständig für die Speicherung von Yangqi sowie den Rückzug nach innen ist, und den Dickdarm, der vor allem für die Ausscheidung von Ballast sorgt, aber auch zu einer Überbetonung des Materiellen führen kann.

Der Weg in die Tiefe
Über den Wert der Handformen für das Taijiquan-Training
Von Epi van de Pol

Das Training von vorgegebenen Formen ist ein zentraler Aspekt beim Lernen von Taijiquan. Epi van de Pol, dessen Taiji-Erfahrung durch eine intensive Forschungszeit zu Beginn dieses Jahrtausends noch einmal eine ganz neue Ausprägung erhielt, beschreibt, dass die Handform die wesentliche Übungsmethode darstellt für den Entwicklungsprozess von äußerer Bewegung zu einer Bewegungsweise, die aus zunehmender Entspannung entsteht.

KOLUMNE von Dietlind Zimmermann
Zur Sprache gebracht:
Glaubens-Krieger

KUNST Das Spiel des Kranichs Gedicht von Jiao Guorui