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Die Fachzeitschrift für alle Taijiquan- und Qigong-Praktizierenden

Zusammenfassungen
Aktuelle Ausgabe
31 – 1/2008

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Individuelle Atemtypen im Taijiquan
Von Frieder Anders

Wie die Atmung im Taijiquan am besten vor sich gehen sollte, ist eine häufige Frage, die selten eindeutig beantwortet wird. Frieder Anders ist über seine langjährige Taiji-Erfahrung und durch die Erkenntnisse der Terlusollogie zu dem Schluss gekommen, dass es hierzu keine allgemeingültige Antwort geben kann, da grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Atemtypen unterschieden werden muss. »Einatmer« und »Ausatmer« atmen nicht nur unterschiedlich, sondern setzen dadurch auch ihre Energie anders ein und neigen zu verschiedenen Körperhaltungen. Im Taijiquan zeigt sich das vor allem darin, ob der Körper senkrecht aufgerichtet oder leicht vorgeneigt wird. Damit ließen sich die widersprüchlichen Auffassungen hierzu zwischen verschiedenen Schulen, aber auch Vertretern derselben Schule erklären.



Wege zum Loslassen und Lösen innerer Blockaden
Methoden des Shaolin Neijin Yizhichan Qigong
Von Simone Fella und Zheng Buyin

Loslassen, Entschuldigen und Verzeihen sind Methoden, die sich in vielen spirituellen Traditionen finden. Im Neijin Yizhichan Qigong haben sie neben Bewegungsübungen und Meditation einen besonderen Platz zur Stärkung der Gesundheit und der Erlangung von innerem Frieden und Glück. Simone Fella und Zheng Buyin, der das Neijin Yizhichan Qigong in Europa bekannt macht, erläutern die jeweiligen Schwerpunkte der drei Bereiche. In stiller Meditation wird das eigene Leben Schritt für Schritt betrachtet und von »Altlasten« befreit. Durch das Loslassen von Erinnerungen wie auch
Erwartungen, das Entschuldigen für eigenes Fehlverhalten und das Verzeihen von erlittenen Verletzungen können innere Blockaden und somit Ursachen für seelische Erkrankungen und körperliche Verspannungen überwunden und positive Energien freigesetzt werden.



Ein Stab weist den Weg
Idogo® – Brücke zwischen traditionellem östlichen Wissen und westlichen Trainingsmethoden
Von Ping Liong Tjoa

Aus dem Wunsch heraus, eine einfache Methode zu finden, um die Grundprinzipien von Qigong und Taijiquan zu vermitteln, und angeregt durch traditionelle chinesische Übungsgeräte entwickelte Ping Liong Tjoa einen speziellen Holzstab und ein ganzes System von Übungen, die mit diesem ausgeführt werden und dabei einen schnellen Zugang zu den traditionellen Prinzipien erschließen sollen. Unter dem Namen »Idogo« sind Stab und Übungen in den letzten Jahren bereits über die Qigong- und Taiji-Szene hinaus bekannt geworden und finden insbesondere in der Krankengymnastik Anwendung. Ping Liong Tjoa beschreibt die Besonderheiten des Idogostabes mit seinen kugelförmigen Enden und zeigt seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten auf.
 

»Swinging« Taiji
Interview mit Tan Ching Ngee (Singapur)
Von Dirk Ruppik

In Südostasien leben noch ein paar direkte Schüler von Professor Zheng Manqing, die dessen Taijiquan-Tradition jeweils auf ihre Weise weiterführen. Einer von ihnen ist Tan Ching Ngee, der in Singapur lebt. Im Gespräch mit Dirk Ruppik spricht er über seinen Lehrer und dessen Bedeutung sowie die Besonderheiten seines eigenen Unterrichts, der die Art des Übens in den Mittelpunkt rückt. Er erläutert dabei unter anderem die herausragende Wichtigkeit von Song sowie seine Auffassung einer korrekten Haltung.

 

Qigong in Seniorenheimen
Von Divyam Martin-Sommerfeldt

Im vorerst letzten Teil unserer Serie zu Qigong und Taijiquan mit älteren Menschen berichtet Divyam Martin-Sommerfeldt über seine Arbeit in Seniorenwohnheimen. Die meisten TeilnehmerInnen der Gruppen, die er dort anleitet, sind in ihren körperlichen oder geistigen Möglichkeiten mehr oder weniger stark eingeschränkt bis hin zu schwerer Demenz. Es wird im Sitzen geübt je nach den individuellen Gegebenheiten. Es zeigt sich auch hier, dass sich durch das Qigong-Üben nicht nur die körperliche Gesundheit verbessert, sondern gleichzeitig das gesamte Lebensgefühl und das soziale Miteinander profitieren.



Dong Jing Gang Rou
Bewegung – Stille, hart – weich
Von Wang Ning

Bewegung und Stille, hart und weich stehen beispielhaft für die komplementären Gegensätze im Yin/Yang-Konzept. Die in den Schriftzeichen verwendeten Bilder zeigen, dass beispielsweise die
Stille eine fortwährende Bewegung enthält und gleichzeitig mit dem Ursprung des Lebens assoziiert wird. Hart und weich werden symbolisiert durch die Bewegungen unterschiedlicher Waffen, des Hackbeils und des Speers.